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NIFFF 2021 : UNTERWEGS ZU EINEM NACHHALTIGEREN FESTIVAL

Anlässlich seiner 20. Ausgabe (2. bis 10. Juli) implementiert das Neuchâtel International Fantastic Film Festival (NIFFF) seine Strategie zur Reduzierung der Umweltbelastung. Mit einem Fünfjahres-Nachhaltigkeitsplan bekräftigt das NIFFF seinen Wunsch, seinen CO2-Fussabdruck zu reduzieren und durch Partnerschaften ein umweltverantwortlichen Netzwerk aufzubauen. Das Projekt basiert auf einem Audit, das die Schweizer Stiftung Summit Foundation an der Ausgabe 2019 durchführte – sie überwacht diese Ziele nun auch.

Unterstützt von der Neuenburger Kantonalbank (BCN), einer langjährigen Partnerin des Festivals, greift dieser Nachhaltigkeitsplan auf allen Ebenen der Veranstaltung: Energie, Abfall, Transport, Verpflegung und soziale Aspekte. Das Festival reagiert auf die berechtigten Anliegen seines Publikums – dem jüngsten in der Schweizer Festivallandschaft.

EINE ROADMAP FÜR DIE NÄCHSTEN AUSGABEN

Das Organisationsteam des Anlasses hat sich aufgrund eines von der Summit Foundation im Jahr 2019 durchgeführten Audits eine Reihe von Zielen in den wichtigsten Bereichen zur Reduzierung des CO2-Fussabdrucks gesetzt. Von 2021 bis 2025 steht jede Ausgabe im Zeichen der Umsetzung von fünf Massnahmen zu fünf Themen mit starken Auswirkungen auf die Umwelt: Verkehr, Abfall, Lebensmittel, Energie und Infrastruktur bis hin zu sozialen Aspekten. Die Roadmap wird laufend entwickelt und regelmässig von der Summit Foundation geprüft.

Zu den ersten umgesetzten Massnahmen zählt die Umstellung auf Ökostrom des neuen Partners Viteos, einer im Bereich der erneuerbaren Energien tätigen Versorgungsfirma aus Neuenburg.

Viele Werbeträgerflächen mit begrenzter Lebensdauer werden nicht mehr produziert, und ein umfangreiches Recycling- und Upcycling-Projekt soll die Archivbestände des Festivals aufwerten. Das Angebot an Speisen und Getränken konzentriert sich auf lokale Produkte – und vermehrt auf fleischlose Nahrung.

Viteos-Anlage am Ufer der Areuse.

MESURES TAKEN

  • Das Festival nutzt zukünftig Ökostrom von Viteos
  • Keine Produktion mehr von PVC-Planen und Roll-Ups mit beschränkter Lebensdauer
  • Umwandlung von Materialien aus früheren Ausgaben in wiederverwendbare Beschilderung in Zusammenarbeit mit Backstage MusicWear 
  • Upcycling der Textilbestände durch Anaïs Surmely, Stylisting und Mitbegründerin der Bieler Marke ninn
  • Reduktion der angebotenen Fleischprodukte an den Festivalständen und im internen Catering
  • Bestände an Bier, Wein und nichtalkoholischen Getränken werden ausschliesslich von Schweizer Marken beschafft
  • Die Menge an Print-Erzeugnissen wird reduziert
  • Effizientere Verwaltung des Online-Archivs des Festivals und Verbesserung der digitalen Tools

T-shirts of the previous editions of the NIFFF transformed into schunchies by ninn.

PVC fabric from previous editions of the NIFFF transformed into a backpack by Backstage Music Wear.

PVC fabric from previous editions of the NIFFF transformed into a bucket cap by Backstage Music Wear.

EIN PROJEKT FÜR DAS JÜNGSTE SCHWEIZER FILMFESTIVALPUBLIKUM

Mit einem Publikumsanteil von über 60% des Publikums unter 34 Jahren hat sich das NIFFF als das Filmfestival mit dem jüngsten Publikum der Schweiz etabliert. Das Festival schuldet es sich daher, vorbildlich auf die globale Erwärmung zu reagieren, welche vor allem die junge Generation betrifft. Das NIFFF möchte auf allen Ebenen – sowohl in der Kommunikation als auch beim Durchführen des Anlasses – tätig werden, um das Bewusstsein zu schärfen und das gesamte Publikum, die freiwillig Helfenden und das breite Netzwerk rund um Partnerschaften und Dienstleistung einzubinden, damit sich alle Beteiligten nach und nach dem vom NIFFF skizzierten Weg anschliessen können, wie die etwa die Uhrenmarke Hamilton, welche die Initiative bereits unterstützt. Der Öffentlichkeit vermitteln wir die Fortschritte des Festivals durch eine mehrjährige Kommunikation über aktuelle und zukünftige Massnahmen.

EHRGEIZIGE ZIELE

Der Fünfjahresplan folgt einer langfristigen Vision, die eine nachhaltige Reduzierung der Emissionen des Festivals bezweckt. Zu den Zielen des NIFFF gehören Zero Waste, ausschliessliche Kooperationen mit lokalen Anbietenden, ein Menüplan mit allen Speisen aus biologischem Anbau und eine Konzentration der Angebote auf vegetarische und vegane Menüs. Der Plan sieht ausserdem vor, alle Zielgruppen einzubeziehen, indem das Zugänglichkeitsprogramm für Sehbehinderte und Hörgeschädigte weiter ausgebaut wird, aber auch anderweitig die Vielfalt zu stärken (das NIFFF hat 2019 die SWAN-Charta unterzeichnet) – im Programm, im Team und bei der Ausbildung von freiwillig Helfenden.

Der Fortschritt wird vom NIFFF und von der Summit Foundation regelmässig analysiert im Willen, das Massnahmenpaket zu perfektionieren und die ehrgeizigen Ziele zu erreichen.

ECKDATEN

2. -10 Juli: 20. Ausgabe des NIFFF
4. Juli: 20. Ausgabetag